Jährlich sterben 100000 Rehkitze, weil sie bei der Heu- und
Silageernte versehentlich übergemäht werden.
Warum?
Die Rehkitze werden zwischen Mai und Ende Juni geboren, wenn auch
die Mahd beginnt. Als Liegeplatz wählt die Ricke bevorzugt hohes
Gras, wo die Kitze, die in der ersten Zeit noch geruchsarm sind ,
vor Fressfeinden geschützt sind.
Die Ricke sucht den Liegeplatz nur zum Säugen auf, und führt das
Kitz danach zu einer neuen Liegestelle.
Bei Gefahr drückt sich das Kitz still und regungslos auf den
Boden, um nicht entdeckt zu werden.
Dieser sogenannte Drückinstinkt ist in den ersten Lebenswochen
besonders ausgeprägt, um sich vor Beutegreifern zu schützen.
Nach ca. drei Wochen kommt der Fluchtinstinkt hinzu, das Kitz
läuft bei Gefahr weg und drückt sich an anderer Stelle erneut ins
Gras.
Der eigentlich sinnvolle Drückinstinkt wird den Kitzen während
der Mäharbeiten zum Verhängnis, denn es bleibt regungslos liegen,
wenn die Maschinen kommen. Das bedeutet leider den sicheren Tod
für die Tiere, oft sofort- manchmal müssen sie schwer verletzt
erlöst werden.
Durch die immer grösser werdenden Flächen und Mähwerke sind die
Landwirte in der stressigen Zeit der Ernte oft nicht in der Lage,
die Flächen hinreichend abzusuchen.
Innerhalb weniger Tage und Stunden muss gemäht werden, solange das
Wetter passt. Es wird oft parallel gemäht, somit ist es für die
Jagdpächter und Landwirte absolut nicht möglich, die Wiesen zu
sichern.
Was tun wir?
Unser Ziel ist es, Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Wir
streben eine gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und
Jagdpächtern an, denn nur gemeinsam ist es möglich , etwas zu
erreichen. Unabdingbar ist dazu allerdings das technische Equipment
in Form von Vergrämern und Drohnen.