Steinkäuze waren bis zur Mitte des 20. Jh. ein fester
Bestandteil unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Die
Veränderungen der Landnutzung durch zunehmende Intensivierung und
Industrialisierung haben dazu geführt, dass immer mehr Arten durch
Verlust an Lebensraum verdrängt wurden und ausgestorben sind. Bis
ca. 1985 wurden in unserer Region noch letzte einzelne Steinkäuze
beobachtet, bevor sie hier gänzlich ausgestorben waren.
In der Nuthe-Nieplitz-Niederung wurden, maßgeblich durch den
Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.,,
naturverträgliche, standortangepasste Landnutzungsformen wieder
eingeführt. Zunehmend wird im Naturpark Nuthe-Nieplitz wird seit
1999 die umweltgerechte Landwirtschaft gefördert. Dort wo auf
Pflanzenschutzmittel verzichtet wird, entwickeln sich wieder
Lebensräume für zahlreiche Arten. Auch der Steinkauz findet
wieder Nahrung. Um sich fortpflanzen zu können brauchen die
kleinen Eulen geeignete Bruthöhlen.
Die sind leider in unserer Landschaft sehr selten. Deshalb müssen
künstliche Nistplätze angeboten werden, wenn der Bestand erhalten
und weiter entwickelt werden soll. Da der Steinkauz viele
natürlichen Feinde unter den Beutegreifern hat, sind die Verluste
sehr groß. Nur etwa 25% der Jungvögel einer Generation schaffen
es, das erste Lebensjahr zu überstehen.
Einer der ärgsten Feinde der Eulen ist der Steinmarder. Durch
seine Wendigkeit, Kletterkunst, Geschicklichkeit und seine schlanke
Körperform, ist er in der Lage in die Nisthöhlen und Nistkästen
einzudringen und Eier, Jungvögel oder auch Altvögel zu
erbeuten.
Um das zu verhindern wurden spezielle Nistkästen entwickelt, die
mit einem sogenannten Halbmondpendel ausgestattet sind.. Der
besondere Einflugbereich mit dem Pendelmechanismus verhindert, dass
die Marder in die Kästen eindringen können.