Wir wollen die Geschichte einer Mutter und Künstlerin
erzählen, die sich gegen ihre ungeplante Schwangerschaft
entscheidet, aber in Polen keine Möglichkeit auf einen legalen
Schwangerschaftsabbruch hat. In ihrer Verzweiflung verletzt sie
sich selbst und wird mit inneren Verletzungen im Krankenhaus
eingeliefert. Doch die Ärzte verweigern ihr weiterhin den Abbruch
und als der Fötus stirbt, erleidet Ewa eine Sepsis.
Dieser Film basiert auf wahren Begebenheiten, dem Fall von Fall
von Izabela S. Die restriktiven Abtreibungsgesetze in Polen, die
sogar einen Schwangerschaftsabbruch bei einem nicht
überlebensfähigen Fötus verbieten, fordern das Leben von Frauen.
Auch in Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch immer noch nach
§ 218 illegal. Auch wenn er unter bestimmten Ausnahmen straffrei
durchgeführt werden kann, bleibt er nach der Gesetzeslage
illegal.
Mit dem studentischen Abschlussfilm der Hamburg Media School
„KEINE EINZIGE MEHR“ wollen wir zeigen, welche Konsequenzen
diese restriktiven Abtreibungsgesetze für das Leben von Frauen
bedeuten. Besonders wenn Frauen nicht den gesellschaftlichen und
patriarchalen Erwartungen entsprechen, wird der Wert ihres Lebens
weiterhin in Frage gestellt. Die Fremdbestimmung, systemische
Unterdrückung und Diskriminierung von Frauen machen den Film so
aktuell und notwendig. Der Regierungswechsel in Polen gibt neue
Hoffnung. Allerdings wird auch deutlich, wie schwer es ist, ein
Land, das jahrelang von einer konservativen Partei regiert wurde,
wieder zu demokratisieren. Den Themen gesellschaftliche
Ausgrenzung, soziale Ungleichheit, sexualisierte Gewalt sowie die
Missachtung von Menschenrechten stehen Liebe, Leidenschaft und
Hoffnung auf eine bessere Welt gegenüber. Der Film soll
aufklären, Aufsehen erregen und vor allem Mut und Solidarität
beweisen, sich gegen gesellschaftliche Missstände und patriarchale
Unterdrückung zu wehren.