Das Diakonische Zentrum Christuskirche ist geplant als ein Ort
der Begegnung, des Engagements und der gelebten Nächstenliebe. Ein
Ort, an dem sich sehr unterschiedliche Menschen treffen und
kennenlernen können und ein Ort, an dem Menschen in Not Hilfe und
Unterstützung bekommen. Und nicht zuletzt werden rund 45 Menschen
dort ein neues, bezahlbares Zuhause finden. Der Diakonieverband
konzentriert hier seine Reutlinger Beratungsangebote: Von der
Schwangerenberatung, der Sozial- und Lebensberatung, der
Erziehungs- und Paarberatung, der Teilhabeberatung und
Migrationsberatung bis zur Suchtberatung, der Asylarbeit und der
Beratung bei Häuslicher Gewalt. Die Vesperkirche hat dort ab 2028
deutlich mehr Platz als in der kleineren Nikolaikirche. Aber auch
zahlreiche Selbsthilfegruppen, der Donnerstagsclub und das neu
entstehende Café am Park bieten zahlreiche
Begegnungsmöglichkeiten auch für Menschen mit geringem Einkommen.
Außerdem entsteht mit 28 Wohnungen und Appartements attraktiver
und günstiger Wohnraum. Der große Kirchenraum lässt sich für
unterschiedliche Veranstaltungen, Konzerte, Konferenzen,
Schulungen, Aktionen und Gottesdienste nutzen. Das Café mit
attraktivem Außenbereich unter Platanen und weitere Gruppenräume
lassen sich zu einem sozialen Preis auch für private Feiern
nutzen. Im Hochsommer wird die Kirche dank Geothermie zu einem
attraktiven Aufenthaltsort gerade für hitzegeplagte ältere
Menschen.
Von dauerhaft geringen Energiekosten profitieren alle Angebote im
Diakonischen Zentrum. Denn sie reduzieren die Raumkosten dauerhaft
und verlässlich. Selbstverständlich werden im Rahmen des Umbaus
der Kirche und des Neubaus der drei Wohn- und Beratungsgebäude
alle Möglichkeiten einer hohen Energieeffizienz (Effizienzhaus 40)
genutzt. Z.B. durch den Einsatz von Isolierglas, Dämmung,
dezentraler Warmwasserversorgung und einer effizienten
Belüftung.
Die Geothermieanlage mit den insgesamt 13 ca. 180 Meter tiefen
Bohrlöchern bietet eine Leistung von 150kW, eine Kühlleistung von
250 kW und reduziert die Energiekosten dauerhaft gegenüber einer
Fernwärmeheizung. Die Photovoltaikanlage befindet sich auf allen
drei Dächern der Neubauten und auf dem südlichen Dach der Kirche.
Sie leistet insgesamt 135 kW Peak. Die Kombination von Geothermie
und Photovoltaik ist besonders effizient, weil der für die
Wärmepumpen benötigte Strom zu einem erheblichen Teil selbst
erzeugt wird. Durch den passgenauen Einsatz von zusätzlichen
Energiespeichern wird die ökologische Wirkung optimiert. Die
Wärmepumpen sind innerhalb der Kirche im ehemaligen Heizraum
verbaut. Dadurch ist die gesamte Anlage so installiert, dass die
Außenflächen dadurch nicht beansprucht werden. Außerdem ist
sichergestellt, dass es zu keinerlei Lärmbelastung kommt.