Bei dem Projekt geht es darum, vergewaltigten Frauen etwas
anzubieten, womit sie aktiv werden und die Tat auf für sie
unschädliche Art öffentlich machen können. Betroffene Frauen
und/oder ihre Bezugspersonen können den Sticker als zumindest
kleines Ventil für ihre Wut und Ohnmachtsgefühle nutzen, als
einen Schritt, ihre verletzte Würde wiederherzustellen.
Wir möchten uns mit dem Sticker als feministischer
Selbstverteidigungsverein am diesjährigen internationalen Tag
gegen Gewalt gegen Frauen beteiligen. Unsere Idee ist folgende:
Wir haben eine Postkarte aus dem Jahr 2005 gefunden, die ein von
einer feministischen Künstlerin geschaffenes Denkmal gegen
Vergewaltigung zeigt. Das Denkmal wurde 2005 von einer Gruppe von
Frauen/Lesben im Viktoriapark in Berlin-Kreuzberg aufgestellt, Es
weist auf eine dort geschehene Vergewaltigung hin, ruft zu
solidarischem Widerstand von Frauen auf und steht dort bis heute.
Wir möchten an die damalige Aktion anknüpfen.
Wir wollen einen großen Sticker machen, der explizit sagt: hier
wurde eine Frau vergewaltigt und der Vergewaltigung als
strukturelles Herrschaftsinstrument beschreibt sowie einen kleinen,
der dazu aufruft sich gegen Gewalt gegen Frauen zur Wehr zu setzen.
Es geht darum, mit dem großen Aufkleber Orte, an denen Frauen
vergewaltigt wurden, kenntlich zu machen und mit beiden Aufklebern
zu solidarischem Handeln aufzurufen.
Diese Kampagne soll breit angelegt sein und auch über social media
verbreitet werden. Wir möchten andere Frauenprojekte dazu anregen
die Kampagne zu teilen und den Sticker zu verbreiten.