Das Projekt verfolgt das Ziel, durch Theater eine vertiefte
Auseinandersetzung mit Themen wie Entfremdung, Erinnerung und
Identität zu ermöglichen. Es versteht Kunst als einen Raum, in
dem persönliche wie gesellschaftliche Erfahrungen sichtbar,
verhandelbar und gemeinsam reflektiert werden können –
insbesondere in einem interkulturellen und transkulturellen
Kontext.
Konkret werden folgende Ziele verfolgt:
Künstlerische Forschung:
Untersuchung, wie Gefühle von Fremdheit, Verlust,
Mehrfachzugehörigkeit und Zugehörigkeit performativ und
körperlich erfahrbar gemacht werden können.
Gesellschaftliche Relevanz:
Förderung des Dialogs über Fragen von Identität, Migration,
Mehrsprachigkeit und individueller wie kollektiver Erinnerung,
insbesondere im Kontext einer zunehmend pluralen Gesellschaft sowie
Fragen mentaler Gesundheit und Offenheit.
Kulturelle Vermittlung:
Entwicklung von Begegnungsformaten zwischen Künstler*innen und
Publikum, in denen Wahrnehmung, Erinnerung und emotionale Resonanz
thematisiert und gemeinsam reflektiert werden können.
Interkultureller Austausch:
Schaffung eines künstlerischen Raums, der sich explizit an
Menschen richtet, die zwischen mehreren kulturellen, sprachlichen
oder sozialen Kontexten leben, und der interkulturelle sowie
transkulturelle Perspektiven sichtbar macht.
Nachhaltigkeit:
Aufbau eines künstlerischen Prozesses, der langfristig
weitergeführt, weiterentwickelt und an verschiedenen Orten sowie
in unterschiedlichen kulturellen Kontexten gezeigt werden kann.
Die Zielgruppe umfasst ein breites kulturinteressiertes Publikum
in Bonn und der Region. Besonderes Augenmerk liegt auf der
internationalen Stadtgesellschaft Bonns: Menschen, die mehrsprachig
aufgewachsen sind, zwischen verschiedenen Kulturen leben oder sich
auch einfach für Interkulturalität und Transkulturalität
interessieren.
Angesprochen werden insbesondere Personen, die sich mit Themen
wie Herkunft, Zugehörigkeit, Identitätskonstruktionen sowie
psychologischer und sozialer Entfremdung auseinandersetzen
möchten.
Darüber hinaus richtet sich das Projekt an Theater- und
Kunstinteressierte, Lehrende, Studierende sowie an Bildungs- und
Kulturinstitutionen, die kulturelle Vielfalt, internationale
Perspektiven und zeitgenössische Theaterformen fördern.