Für viele Kinder ist der Garten heute ein Ort zum Spielen und
Toben. Oft eine Rasenfläche, die mit Spielgeräten ausgestattet
ist, oftmals höchstens ein paar Pflanzen am Rand des Rasens. Ein
Nutzgarten ist vielfach nicht mehr bekannt. Vielleicht noch durch
einen Besuch bei den Großeltern, die noch einen Garten der
herkömmlichen Art kultiviert haben.
Die Arbeit in und mit einem Garten ermöglicht Kindern eine
vielfältige konkrete Auseinandersetzung mit der Natur, die sie in
ihr tägliches Leben integrieren können. Dabei ist ein
Wechselspiel aus bekannten Alltagserlebnissen (Wie sieht mein Essen
aus? Wo kommt es her?) mit neuen sehr konkreten Erfahrungen zu
verknüpfen (z.B. Aussaat, Wachstum und Ernte in Bezug auf die
jahreszeitliche Entwicklung). Schaut man sich das Kerncurriculum
des Faches Sachunterricht und den Erlass zur Bildung zur
nachhaltigen Entwicklung an, kommen schnell Verbindungen und
Einsatzmöglichkeiten eines Schulgartens in den Sinn.
Die Grundschule Tündern liegt nahe der Kreisstadt Hameln an einem
schönen Weserbogen. Ein noch recht ländliches Umfeld, jedoch
schon mit vielen Neubaugebieten gespicktes Dorf, ermöglicht den
Kindern, die hier leben, noch vielfältige Auseinandersetzungen mit
ihrem naturnahen Lebensumfeld. Gerade die ländliche Struktur und
die Möglichkeiten, die Kinder hier finden sollten, hat uns auf die
Idee gebracht, einen Schulgarten aufzubauen.
Dieser soll gemeinsam mit der Schule und dem Kindergarten des
Dorfes geplant und umgesetzt werden. Wichtig ist allen Beteiligten,
dass der Schulgarten später auch anderen Bildungseinrichtungen der
Stadt zugänglich sein soll. Gemeinsam mit interessierten Menschen
aus dem Dorf sowie mit den Landfrauen soll ein Garten errichtet
werden, der eine vielfältige Auseinandersetzung mit der Natur
ermöglicht.