Rhapsodie an unsere Heimat - Im Herzen Fremd, in der Stadt daheim

FREUNDESKREIS MEDIO.RHEIN.ERFT e. V.

Zu einem dreiteiligen Orchesterwerk aus der Feder eines lokalen Komponisten entsteht ein Film, der sich mit der Entwicklung von kultureller Vielfalt auseinander setzt und dem Streben nach Akzeptanz und Gemeinschaft Vorschub verleiht.
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Projekt erfolgreich
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Über das Projekt

„Die Zeit ist ein Kind, dessen Neugier selbst die schlimmsten Erfahrungen überdauert.“ Getragen von einem symphonischen Werk, das aus der Liebe zur Heimat seines Komponisten entstanden ist, schafft die filmische Erzählung um Zerstreuung, Harmonie und Verbundenheit eine neue Perspektive und eine ungekannte Auseinandersetzung mit den Kulturen, die das Bild und die Gesellschaft einer typisch deutschen Kleinstadt prägen.

Finanzierungszeitraum:
22.03.2022 - 10.06.2022
Realisierungszeitraum:
Januar 2022 bis März 2023
Worum geht es in diesem Projekt?

Als sich die Leben der Menschen im endlosen Konsum und in den Fängen erdachter Sicherheiten zu verlieren scheinen, tritt die Zeit auf den Plan. Ein Mädchen, unbefangen und mit Neugier allen menschengemachten Schrecken und Grauen trotzend, betritt die uralten Pflastersteine von Bergheim. Keine Sprache scheint ihr fremd, sie schreckt vor niemandem zurück und wandelt ruhig und besonnen im geschäftigen Treiben der Stadt umher, beobachtet und wartet geduldig. Menschen unzähliger Kulturen sieht sie vorbeiziehen. Geschäfte bieten Waren aus zahlreichen Ecken der Welt an. Kulinaritäten, Feste, Musik - es scheint an nichts zu fehlen in dieser weltoffenen Stadt. Doch es vergehen Tage, bis sie endlich jemand anspricht. Und da kommt ihre scheinbar einzige Habe zum Vorschein. Aus einer Schatulle holt sie einen kleinen Handspiegel mit hölzernem Rahmen hervor. Unscheinbar, abgenutzt, bedeutungslos. Doch dieser Eindruck ändert sich schlagartig, als ihr Gegenüber sein Spiegelbild darin zu Gesicht bekommt. Auf Erstaunen folgt Entsetzen. Auf Entsetzen folgt Erleichterung. Es ist nicht zu spät! So lautet die Botschaft, die das kleine Mädchen mitgebracht hat. Einer nach dem Anderen bekommt zu Gesicht, was der Menge im täglichen Treiben verborgen bleibt. Türen öffnen sich, das Treiben bricht auf, die Blicke treffen sich. Es scheint, ein altes Miteinander sei wiedergeboren und der Zuversicht kehre zurück.

Doch ehe sich ein neuer Glanz auf die Silhouette der Stadt legt, setzt eine andere, fremde Gestalt ihren Fuß auf den städtischen Grund. Missmutig betrachtet er die herumstehenden Gruppen, den Stillstand, die Trägheit und schreitet unverhohlen zur Tat.

Zerstreuung macht sich breit unter den Menschen. Traurig sieht das Mädchen zu, wie ihr Werk, die neue Gemeinschaft zerfällt.

Hoffnung aber macht ihr eine Erinnerung. Eine Erinnerung, die sie lebendig werden lassen kann. Etwas, das die Menschen in den Bann zieht und erfreut. Aber gleichzeitig etwas, das die Menschen selbst machen können um sich gegenseitig zu erfreuen.

Ein erneuter Blick in die Schatulle der Zeit richtet sich auf die Kunst. Eine Holzschnitzerei zeigt eine Ballerina und wird von dem kleinen Mädchen zum Leben erweckt. Der Tanz ist der erste Streich gegen die Zerstreuung. Und wie ein Funke springt die Lust auf den Ausdruck über auf die ersten Bürgerinnen und Bürger. Tanzstil reiht sich an Tanzstil und die Kulturen scheinen zu verschmelzen. Doch mit diesem Feuer ist es nicht getan. Es braucht mehr, um die größte Macht zu brechen, die Augen und Ohren in ihrem Bann hält und gegen die Spiele von Zeit und Harmonie immer wieder anzukommen weiß.

Es braucht ein Lauffeuer. Nur für einen kleinen Moment. Die Sinne müssen auftauchen aus den Scheinwelten und erfahren, welche Energie, welchen Lebensmut diese Stadt wirklich in ihrem Herzen trägt. Ein Finale steht bevor. Es soll ein gutes sein. Eines, das sich an jedem beliebigen Ort der Welt zu jeder Zeit wiederholen lässt.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Projekt zielt auf den Aufbau von Stolz und Selbstwert einer Gemeinschaft ab, die sich nicht als solche wahrnimmt. Die kulturelle Vielfalt der Stadt und das Potenzial dahinter sollen aufgedeckt und mit einer packenden Dramaturgie zum Leben erweckt werden. Das reale Zueinander gegen das virtuelle Voneinander zu stellen ist Teil des Gesinnungswandels in den Köpfen und den Herzen der Bewohner im Film und soll sich durch die Nähe und Realität der Handlungsorte zu den Zuschauern durchschlagen.

Das Projekt vereint moderne Filmtechnik, professionelles Schauspiel und ein klassisches Musikstück. So soll eine Brücke geschaffen werden, über die Schüler/innen und Erwachsene ohne Zugang zu klassischen Werken sowohl live im Theater als auch im Internet die Gelegenheit ergreifen, sich der Auseinandersetzung mit dem Stoff zu stellen.

Der fertige Film soll nach der Aufführung an den örtlichen Schulen als multimediale Veranstaltung vorgeführt werden.

Warum sollten Sie dieses Projekt unterstützen?

Der Film wird nach aktuellen Maßstäben einer vollwertigen Filmproduktion hergestellt, um den Zugang zum Fernseh-, Kino- und Streamingpublikum dieser Zeit zu öffnen und ein langlebiges und nachhaltiges Produkt zu schaffen. Da es sich um ein Hybridprojekt aus Musik- und Filmproduktion mit einer Aufführung handelt, fällt dieses Projekt bei den Filmförderanstalten durch das Raster. Die finanzielle Last eines solchen Projektes in viele kleine Teile auf viele Schultern zu verteilen, wirkt der ausbleibenden Förderung entgegen und ermöglicht ein besonderes Projekt, das auch als Vorlage für andere Städte und Gemeinden dienen wird.

Was geschieht mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird ausschließlich für die Herstellung des Films und der Aufzeichnung der Darbietung genutzt.
Die Filmproduktion beinhaltet bis zu 15 Drehtage mit einer vollständigen Crew an Außen- und Innenmotiven im Stadtgebiet der Stadt Bergheim. Geplant sind aufwändige Choreographien mit komplexen Kamerafahrten, Luftaufnahmen und visuelle Effekte, die in der Postproduktion hergestellt und eingebunden werden.

Die Aufführung des Films und des Musikstücks wird mit mehreren Kameras und Mikrofonen aufgenommen und anschließend neben einer Online-Auswertung auch für Bildungszwecke im Bereich der Kultur als Multikamera-Playback zur Verfügung gestellt.

Eine Überfinanzierung fließt unmittelbar in die Steigerung der Qualität des Gesamtprodukts durch die Aufstockung von Personal und Technik.

Wer steht hinter dem Projekt?
FREUNDESKREIS MEDIO.RHEIN.ERFT e. V.

Träger: Freundeskreis Medio.Rhein.Erft e.V.
Komponist und Projektleitung: Christoph Eisenbarth
Regisseur und Produzent: Marcel Kohn
Kamera: Carsten Jost
Besetzung: Falko Illing, Irmi Illing, Johanna Sommer

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Impressum / Kontakt

FREUNDESKREIS MEDIO.RHEIN.ERFT e. V.
Marcel Burghardt
Konrad-Adenauer-Platz 1
50126 Bergheim
Deutschland

https://medio-rhein-erft.de/impressum-freundeskreis/

Project-ID: 18458