Sorgen durch COVID-19 begleiten uns auch in unseren
Projektländern. Neben dem Virus selbst, an dem Menschen nun
erkranken und dadurch sterben, bringt die Pandemie vor allem auch
Hunger durch Ausgangssperren, erhöhte Lebensmittelpreise,
wirtschaftliche Schwierigkeiten vor allem für Tagelöhner und
leider auch ein steigendes Potential an häuslicher Gewalt mit
sich.
Durch die notwendigen Lockdowns und Einschränkungen können
viele Mütter in unserem Projekt ihre Kinder nicht mehr mit
genügend Nahrungsmittel versorgen. Oft sind sie Verkäuferinnen
auf Märkten und sind mit jedem Lockdown der Situation in großer
Hilflosigkeit ausgeliefert. Keine Tageseinnahmen, keine
Versorgung.
Auch während dieser schwierigen Zeit versorgen unsere
Sozialarbeiter die schwangeren Mädchen. Unsere Shelter sind
geöffnet und jederzeit Anlaufstelle, natürlich unter strengen
Hygienemaßnahmen. Gerade in Zeiten des Lockdowns kommt es leider -
wie auch in Deutschland - zu vermehrten Übergriffen gegen Frauen
& Mädchen. Wir gehen davon aus, dass unsere Shelter mehr
Mädchen aufnehmen wird, die dort Zuflucht suchen.
Unser Team vor Ort leistet bereits jetzt schon großartige
Aufklärungsarbeit. Sie gehören dem staatlichen Notfallteam an und
dürfen sich im Land frei bewegen und können Workshops abhalten.
Menschen in den Communities werden über Covid-19, Symptome und
Übertragungswege aufgeklärt.
Doch all diese lebensnotwendigen Maßnahmen bringen Kosten mit
sich, die gedeckt werden müssen.