Das förderfähige Projekt dient der Renovierung der
historischen Kapelle Weißenborn auf dem Friedhof Mackenzell.
welche heute im Besitz der zum 01.01.2023 neu gegründeten
Katholischen Kirchengemeinde Hl. Maria Magdalena Hünfelder Land,
hier insbesondere der jetzigen Filialkirchengemeinde Mackenzell,
ist.
Zur Geschichte:
Die Kapelle, in alten Aufzeichnungen auch als Heiligtum
beschrieben, ist ein denkmalgeschütztes Kleinod und geht in Ihrem
Ursprung auf die Zeit um 1350 zurück, so der Kirchenhistoriker
Ludwig Pralle in seiner archäologischen Analyse im Rahmen der
Arbeiten bei der letzten Instandsetzung im Jahre 1963.
Sie war Bestandteil der im 30-jährigen Krieg untergegangenen und
wüst gefallenen Siedlung Weißenborn. Schon 1560 wird sie im
Salbuch erwähnt und als finanziell selbständig bezeichnet. Die
Selbständigkeit hängt auch mit der historischen Funktion als
Friedhofskapelle für Mackenzell zusammen. Der älteste noch
vorhandene Grabstein am Friedhof weist das Jahr 1675 auf.
Erwähnt wurde die "sacella in Weißenborn" erstmals in
den kirchlichen Akten 1674 und im weiteren 1676 als Filiale von
Hünfeld.
Dokumentiert ist ferner, dass eine während des 2, Weltkriegs im
Jahr 1940 zwangsweise abgegebene kleine Glocke aus der Kapelle
Weißenborn die Jahreszahl 1465 trug, was wiederum auf deren
älteren Ursprung hinweist.
In der Vergangenheit war sie als Wallfahrtskapelle über die Region
hinaus bekannt. Es fanden nachweislich im 18. Jahrhundert mehrere
jährliche Stern-Wallfahrten, ausgehend von Marbach, Großenbach,
Hasel (Kirchhasel), Haselstein und Hofaschenbach, z.B. anlässlich
des Patronatsfestes, des hl. Laurentius (10. August) und der hl.
Margareta (13. Juli), statt in dessen Rahmen auch die Wallfahrer
vor Ort verköstigt wurden, so bekannte, alte Aufzeichnungen.