Immer wieder erblicken Babys das Licht der Welt ganz anders als
erhofft. Als Frühgeburt oder als krankes Neugeborenes werden sie
zunächst auf der Neonatologie des Olgahospitals behandelt. Mütter
und Väter, aber auch alle anderen Angehörigen, finden sich
plötzlich in einer absoluten Ausnahmesituation wieder und sind
gezwungen, damit umzugehen.
Als ehemals betroffene Eltern haben wir vom Förderkreis für
Neonatologie diese schwere und sehr belastende Zeit selbst
durchgemacht. Heute engagieren wir uns im Förderkreis, um neu
betroffene Eltern und ihre Kinder zu unterstützen.
Das Elternzimmer soll ein Rückzugsort für die Eltern der
Frühchen, für Geschwisterkinder und andere Angehörige sein, um
sich auszuruhen, Wartezeiten zu überbrücken oder den Austausch
mit anderen Betroffenen zu suchen. In Gesprächen mit den
Seelsorgern und der Stationsleitung vor Ort wurden wir darauf
aufmerksam gemacht, dass der Raum aktuell leider nicht sehr
gemütlich und einladend ist und daher ungern genutzt wird.
Zusammen mit der Fachabteilung für Raumplanung haben wir ein
Konzept zur Umgestaltung des Raums erarbeitet. Bestandsmöbel wie
der Esstisch, das Regal, Sessel und Kinderstühle werden neu
angeordnet und mit einem neuen Sofa und neuen farblich passenden
Vorhängen kombiniert. Insbesondere das Sofa und die farblichen
Akzente der Vorhänge lassen das umgestaltet Elternzimmer
freundlicher und einladender aussehen und machen daraus einen Raum,
in dem sich Eltern, Geschwisterkinder und andere Angehörige der
krank oder zu früh geborenen Kinder gern aufhalten, Erfahrungen
teilen, zusammen essen oder einfach nur gemeinsam warten.