Am Tag als die Flut das Ahrtal überrollte waren zwei Mitglieder
des Lauftreff Altenburg auf dem Weg dorthin um in der Gegend zu
wandern. Das Wander-Event musste abgesagt und die Heimreise
angetreten werden. Wieder zu Hause wollten Tina Kröning und Ines
Casper irgendwie helfen, wussten aber nicht wie. In den medialen
Berichten der nächsten Tage zeigte sich auch erst, wie schlimm die
Katastrophe besonders das Ahrtal getroffen hatte. Im kompletten
Ahrtal, auf über 50 km länge sind alle Ortschaften mehr oder
weniger schwer zerstört. Die Häuser und Weinberge im Tal nahezu
zu 100% zerstört.
In den Tagen nach der Flut wurde Kontakt zu Helfern im Ahrtal
aufgenommen.
In einer der Berichte kam eine Übersichtskarte zum Ahrtal, in
dem auch die kleineren Orte erwähnt werden. Hierbei fiel Ines das
Altenburg vor Ort auf dass viele Parallel zu unserem Altenburg
hatte.
Es ist ein Ortsteil der Verbandsgemeinde Altenahr, hat ca. 600
Einwohner und liegt in einer Ahrschleife jeweils ca. 2 km von
Altenahr und Kreuzberg entfernt. Bekannt ist es durch die Burg und
das sog. Teufelsloch (Felsformation).
Durch die Lage in einer der Schleifen der Ahr ist Altenburg
besonders stark von der Flutwelle betroffen. Die Flut ist quasi von
Kreuzberg und Altenahr „übergeschwappt“ und hat Altenburg
doppelt getroffen. Durch den Bruch einer Brücke, an der sich viel
Treibgut gesammelt hatte, ist dann eine Art Tsunami-Welle durchs
Dorf geschossen. Das Wasser stand teilweise bis in den 2 Stock.
Es gibt eine offizielle Statistik der betroffenen Dörfer im
Ahrtal. Dort sind die prozentualen Zerstörungen der Häuser
aufgeführt. Altenburg ist der einzige Ort im ganzen Tal, in dem
die Häuser zu 100% betroffen sind. Kein Haus ohne Schaden!
Schnell enstand die Idee eine Aktion "Altenburg hilft
Altenburg" ins Leben zu rufen.