„Ich möchte wieder als Krankenschwester arbeiten – aber
dafür brauche ich noch bessere Deutschkenntnisse, Erfahrungen und
Menschen, die an mich glauben.“ – Maram
Maram ist Mutter von drei Kindern und aus Syrien nach
Deutschland geflüchtet. In ihrer Heimat war sie ausgebildete
Krankenschwester. Hier bei uns steht sie jedoch vor großen
Hürden: fehlende Sprachniveaus, schwierige Anerkennungsverfahren,
gleichzeitig die Verantwortung für drei Kinder. Was Maram braucht,
sind Möglichkeiten, Schritte in Richtung Arbeitsmarkt zu gehen,
ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und Vertrauen in ihre
berufliche Zukunft aufzubauen.
Unser Begegnungscafé ist für sie zu einem entscheidenden Ort
geworden. Hier kann sie nicht nur arbeiten, sondern lernen und Teil
einer Gemeinschaft sein. Maram ist längst mehr als eine
Mitarbeiterin:
Sie ist die tragende Säule unseres internationalen Frauencafés,
Ansprechperson für viele geflüchtete Frauen und eine wichtige
Multiplikatorin in die arabischsprachige Community. Viele Frauen
erreichen wir überhaupt erst durch sie – weil sie Vertrauen
schafft, Türen öffnet, Mut gibt und übersetzt, wenn andere noch
keine Worte finden.
Doch Maram wirkt nicht nur im Frauencafé, für das sie auch
Frauen aus den umliegenden Orten abholt. Sie unterstützt bei
Nachbarschaftsessen für ältere Menschen und Veranstaltungen mit,
begleitet Familien, hilft sprachlich aus und baut Brücken zwischen
Kulturen und Generationen und für unser Team ist sie ein
unverzichtbarer Teil.
Wir möchten unser Interkulturelles Frauencafé weiterführen,
dafür brauchen wir die Fortführung der Arbeit von Maram. Nur so
kann sie weiterhin ihre Rolle als Brückenbauerin wahrnehmen –
und gleichzeitig ihre eigenen beruflichen Ziele verfolgen. Jede
Stunde, die Maram bei uns arbeitet, stärkt nicht nur sie selbst,
sondern viele andere Menschen in unserer Region.
Für die Umsetzung solcher Angebote ist unser Begegnungscafé auf
die Unterstützung durch Spenden und Fördergelder angewiesen.