Aus der Geschichte des Spitals
Lange bevor die Stadt um 1400 nach Osten erweitert wurde, stand an
der Stelle an der sich die Spitalanlage heute befindet – also
außerhalb der Stadtmauern – ein so genanntes
„Sondersiechenhaus“. Ein massives, zweistöckiges Gebäude
wurde 1609 für die Armen errichtet. Jedem Bewohner wurde eine
heizbare Kammer zugewiesen.
Von der Kapelle zur Kreuzkirche
In diesem Seelhaus wurde bestimmungsgemäß auch eine Kapelle
eingerichtet und mit Bestätigungsurkunde vom 3. April 1413 auf
Beschluss des Rates und der Bürger eine Vicarie errichtet, die von
frommen Bürgern ausgestattet wurde. Die Kapelle war im
karolingischen Stil erbaut und wurde um 1500 durch den Anbau eines
gotischen Chores erweitert. Heute wird die Kirche von der
Pfarreiengemeinschaft St. Andreas und von der Syrisch-Orthodoxen
Gemeinde Würzburg/Ochsenfurt für Gottesdienste genutzt. Außerdem
finden Konzerte und Ausstellungen – dem Kirchenraum angepasst –
regelmäßig statt.
Kirche für die Allgemeinheit tagsüber
öffnen
Mehrere Madonnen, Heiligenfiguren und Fundstücke sind in der
Spitalkirche untergebracht. Deshalb ist der Kirchenraum nur zu den
Gottesdienstzeiten geöffnet. Besucher, vor allem interessierte
Touristen, stehen zumeist vor verschlossenen Türen.
Personen, die die Möglichkeit hatten, die Spitalkirche zu
besichtigen, waren fasziniert und voll des Lobes. Dies ist Antrieb
für den Förderverein Spital-Ehrenhof Ochsenfurt e.V., die Kirche
der Allgemeinheit wieder zu jeder Tageszeit zugänglich zu machen.
Dies ist jedoch nur mit einer modernen elektronischen Sicherung
möglich.