Auf dem Hofgut Rimpertsweiler greifen ökologische
Landwirtschaft, Therapie und soziales Miteinander ineinander. Durch
die „Rimpidenzen“ – unser kreatives Residenzprogramm –
fügen wir diesem Gefüge eine vitale Dimension hinzu: die Kunst in
all ihrer Vielfalt, ob Malerei, Skulptur, Film, Literatur,
Performance oder Musik. Das Projekt ist ein zentraler Baustein
unserer Vision „AgriKultur – Landleben für alle“, mit der
unser Verein die leerstehende Scheune des Hofes schrittweise als
offenen Kultur- und Begegnungsraum etablieren möchte.
Nachdem 2023 das Projekt „FARM“ mit acht Künstlerinnen
bereits eindrucksvoll gezeigt hat, welch tiefgreifende Verbindung
zwischen Landwirtschaft und Kunst besteht, wollen wir diesen Erfolg
mit den „Rimpidenzen“ 2026/27 fortschreiben. Wir möchten sechs
künstlerisch tätigen Einzelpersonen oder kleinen Kollektiven die
Möglichkeit geben, für jeweils vier Wochen tief in unseren
Hofalltag einzutauchen. Dabei geht es uns ausdrücklich nicht um
klassische Auftragskunst. Zudem sprechen wir sowohl etablierte
Kunstschaffende als auch Einsteiger*innen und Laien an.
Jede „Rimpidenz“ ist ein individueller, forschender
Erfahrungsraum. Die Gäste können sich eigenständig und
prozessoffen mit den Themen auseinandersetzen, die unseren Ort
prägen: die Kreisläufe der Landwirtschaft mit ihren Natur- und
Lebenszyklen, Nachhaltigkeit, Tradition und Technik sowie der
ländliche Raum als lebendiges Kulturzentrum. Für die
Künstler*innen schaffen wir ideale Bedingungen: Sie wohnen in
einem liebevoll ausgebauten Bauwagen mitten im Grünen und werden
mit Lebensmitteln aus unserer Demeter-Erzeugung sowie frischen
Backwaren der Hofbäckerei versorgt. Als Atelier, Werkstatt,
Experimentier- und Präsentationsraum steht ihnen die großzügige
„KulturScheune“ ebenso zur Verfügung wie das idyllische
Hofcafé mit Alpen- und Bodenseeblick.
Inmitten von Natur und Jahreszeiten wollen wir ein bewusstes
Miteinander ermöglichen. Das Residenzprogramm versteht sich dabei
als ortsspezifisches Format: Die Kunstschaffenden bringen die
Offenheit mit, den Hof und seine Umgebung in ihre Arbeit
einfließen zu lassen. Der Austausch und der Prozess stehen im
Vordergrund.
Dennoch wird die intensive Zeit für die Öffentlichkeit
greifbar: Jede Residenz mündet in eine öffentliche Präsentation
– ob Ausstellung, Performance, Installation, Lesung oder
Gesprächsformat. Diese Events öffnen den Hof, überwinden die
Grenze zwischen Stadt und Land sowie Hof und Region und schaffen
wertvolle Begegnungen.