Dieses Projekt umfasst den Aufbau und Betrieb des
„DLRG-Fernerkundungstrupps Rheinhessen-Süd“ (DLRG Oppenheim
e.V.), um eine technologische Lücke im Bevölkerungsschutz entlang
des Rheins zwischen Mainz und Worms zu schließen.
Kernziele und Aufgaben
- Schnellere Vermisstensuche: Kamera- und Wärmebildgestützte
Ortung auf dem Rhein, in Nebenarmen und an unübersichtlichen
Ufern.
- Effizienter Hochwasserschutz: Gefahrlose Luftüberwachung von
Deichen, Poldern und Überschwemmungsgebieten.
- Echtzeit-Lagebilder: Hochauflösendes Live-Streaming direkt an
die Einsatzleitung zur schnelleren Koordination.
- Interdisziplinärer Einsatz: Unterstützung für Feuerwehr
(Brandherde), Polizei (Vermisstensuchen) und Behörden (Tierschutz
wie Rehkitzrettung oder ASP).
Regionale Notwendigkeit
Die Region Mainz–Worms weist schwer einsehbare Uferbereiche
(Buhnen, Häfen, etc.) und ein hohes Hochwasserrisiko auf (über
36.440 Betroffene zwischen Nierstein und Worms). Da
BOS-Drohneneinheiten im Großraum bislang spärlich sind, dient die
Initiative auch als Pilotprojekt, das DLRG-Erfahrungen (z. B. aus
dem Einsatz im Ahrtal 2021) lokal nutzbar macht.
Technische und personelle Umsetzung
Technik: Wetterfester professioneller Multicopter (Tageslicht-
und Wärmebildkamera) sowie eine mobile Bodenstation für
Live-Streams in Einsatzleitwagen und Leitstellen.
Personal: Bereits in Ausbildung befindliche, ehrenamtliche
Kräfte nach BOS-Standards und EGRED-Empfehlungen. (EGRED =
„Empfehlungen für Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen
im Bevölkerungsschutz“).