Das zentral am Burggelände in Nienborg liegende Grundstück
unterhalb des Hohen Hauses ist derzeit eine verwilderte
Brachfläche, deren Lagegunst zwischen Ortskern, Burg und
Dinkelufer aktuell ungenutzt verpufft. Sie ist weder öffentlich
begehbar, noch als Grünfläche in irgendeiner Weise nachhaltig.
Nach ausführlichen Gesprächen mit den Eigentümern ist es einer
Gruppe von ansässigen Bürger *innen gelungen, einen Pachtvertrag
zu erhalten, der es erlaubt, diese Fläche umzugestalten und für
mindestens 25 Jahre zu nutzen. Dazu haben die Aktiven den
"Trägerverein Burggarten Hohes Haus Nienborg"
gegründet, der das letzte Jahr mit ausführlichen Planungen zur
Flächengestaltung verbracht hat, die nun in die Tat umgesetzt
werden sollen.
Dabei standen zwei Aspekte im Vordergrund:
Die Schaffung einer naturnahen Grünfläche als “kultiviertes
Biotop” mitten im Ort: Aus einer brachgefallenen Fläche soll
eine ökologisch wertvolle Kulturlandschaft werden, die durch
Anpflanzungen, Bodenaufbereitung und verschiedene andere Aspekte
einen wertvollen ökologischen Beitrag leistet und z.B. auch als
außerschulischer Lernort für ökologische Aspekte den passenden
Rahmen bietet.
Die Inwertsetzung der Fläche als Verweil-, Begegnungs- und
Kulturort für die gesamte Bevölkerung: Öffnung der Fläche zum
Ort hin, (barriere)freie Begehbarkeit und die Gestaltung der
Fläche als “Bühne” für diverse Angebote.
Durch folgende Maßnahmen soll der Burggarten ertüchtigt und
neu gestaltet werden:
- Entfernung der vorhandenen Grenzmauer zur Hauptstraße
- Schaffung eines neuen Eingangsbereich im Bereich der
Hauptstraße durch eine Heckenstruktur mit einem mittigen Tor
- Wiederherstellung der Wege im Burggarten inkl. Beleuchtung
- Pflegemaßnahmen
- Aufstellen von Sitzbänken
- Erneuerung des Zuganges zur Terrasse des Hohen Hauses durch
eine Steintreppe
- Anlegung eines Rundweges entlang der Dinkel zum Amtsgarten
(Klanggarten der Musikakademie)
- Anlegen von Brücken/Stegen zur Querung des
Schüttenkampsgraben
- Im Zuge der Arbeiten im Gelände ist beabsichtigt, das
Geländeprofil dem aktuellen Hochwasserschutz anzupassen.
Anlegen eines „Grünen Klassenzimmers“