Bis zu 4.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr nach Bochum
kommen. Die meisten von ihnen werden in Notunterkünften und in
dezentralen Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht. Viele haben
Gewalt, Terror und Folter im Heimatland oder auf der Flucht
erfahren und benötigen dringende Unterstützung. Aber nur wenige
erhalten Zugang zu Informationen und einer professionellen und
unabhängigen Beratung, da es diese an den allermeisten
Unterbringungseinrichtungen nicht gibt.
Viele Flüchtlinge fühlen sich alleingelassen, ohne zu wissen wie
es weitergeht, mit der Angst vor Abschiebung, dem Verbot sich eine
Arbeit zu suchen, unter der Kontrolle von Wachdiensten, auf engstem
Raum mit vielen anderen Menschen. Ein extrem belastender Zustand,
der Monate anhalten kann, ohne dass irgendetwas passiert. Um das zu
ändern, möchten wir mit Eurer Hilfe eine mobile Beratungsstelle
für Flüchtlinge ins Leben rufen, welche direkt an den
Unterbringungseinrichtungen in Bochum und Umgebung Information und
psychosoziale Beratung anbietet sowie medizinische, therapeutische
und juristische Unterstützung vermitteln kann. Gemeinsam können
wir so einen wichtigen Schritt unternehmen, damit Geflüchtete ihre
Isolation überwinden und die Unterstützung erhalten, die sie
individuell benötigen, um die traumatischen Erfahrungen
verarbeiten und einen positiven Zukunftsentwurf für Ihr Leben in
Deutschland entwickeln zu können.