Mobilität und Schutz für bedürftige
Kinder
1. Ausgangslage und Zielgruppe
Die Abteilung für Vormundschaften und Ergänzungspflegschaften des
H-TEAM e.V. übernimmt die rechtliche Vertretung und persönliche
Fürsorge für ca. 117 Minderjährige im Alter von 0 bis 18 Jahren.
Vier Vollzeitmitarbeiterinnen betreuen jeweils rund 30 Kinder und
Jugendliche. Zu den Schützlingen gehören Minderjährige, deren
Eltern das Sorgerecht entzogen wurde, Waisen sowie unbegleitete
minderjährige Geflüchtete (UMF). Die gesetzliche Basis bilden das
BGB (§§ 1773–1813) und das SGB VIII (§§ 53–58). Die meisten
Schützlinge leben in Kinderheimen oder Pflegefamilien, oft unter
prekären Bedingungen, und sind von Traumata, schweren psychischen
Krisen oder körperlichen und geistigen Behinderungen
betroffen.
2. Aufgaben und Herausforderungen im Alltag
Als Vormund regelt das Team Aufenthaltsort, medizinische
Versorgung, schulische Belange, Asylverfahren und Vermögensfragen.
Der Alltag ist von hochsensiblen Terminen geprägt: Begleitungen zu
Psychiatrien wegen schwerer Depressionen, Fahrten zu
Spezialkliniken mit Säuglingen, Gerichtstermine für Jugendliche
oder die Vorstellung von Kindern mit Intelligenzminderung in
Wohngruppen. Da die Kinder im gesamten Stadtgebiet Münchens und
teilweise in ganz Bayern untergebracht sind, fallen immense
Wegstrecken an. Hinzu kommen unvorhersehbare Notfälle,
Krisengespräche, spontane Inobhutnahmen und emotionale Umzüge,
bei denen auch Habseligkeiten und Kinderwagen transportiert werden
müssen.
3. Das Problem: Fehlende Mobilität
Die Termindichte ist extrem hoch und eng getaktet. Aktuell muss
sich die Abteilung einen einzigen Dienst-PKW mit einer anderen
Abteilung teilen. Bei über zehn potenziellen Nutzern ist das
Fahrzeug selten verfügbar. Planungen sind unzuverlässig,
Akuthilfe im Notfall ist kaum möglich. Die Nutzung privater PKWs
ist aus versicherungsrechtlichen Gründen strikt untersagt. Lange
Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) binden wertvolle
Arbeitszeit, die am Ende direkt bei den Kindern fehlt.
4. Die Lösung: Ein eigener Abteilungs-PKW
Ein abteilungseigener PKW schafft die dringend benötigte
Flexibilität und Zeiteffizienz. Er sichert den Kindern vor allem
einen geschützten Raum. Für junge, traumatisierte oder behinderte
Kinder bedeutet der ÖPNV mit Menschenmassen oft eine extreme
Reizüberflutung. Ein Auto bietet ihnen Sicherheit und
Wetterschutz. Zudem ermöglicht es den sicheren Transport mehrerer
Kinder in Kindersitzen durch nur eine Fachkraft.