Ehingen ist Gründungsort der Franziskanerinnen von
Reute
1848 begann in Ehingen eine außergewöhnliche Geschichte: Fünf
Frauen schlossen sich zusammen, um „Gott in der leidenden
Menschheit zu dienen“. Sie widmeten sich der Pflege armer und
kranker Menschen und legten damit den Grundstein für die
Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Reute. Aus dieser kleinen
Ehinger Initiative entwickelte sich eine Gemeinschaft, die über
viele Jahrzehnte das soziale Leben in Ehingen und weit darüber
hinaus prägte. Heute wird diese Geschichte in einem besonderen
Kunstwerk lebendig.
Der neue Ort der Stille auf dem Klosterberg
Reute
Auf dem Klosterberg Reute entsteht derzeit ein neuer „Ort der
Stille“. Für diesen Raum hat die international renommierte
Künstlerin Mahbuba Maqsoodi das Kunstprojekt „Lebens-Linien“
geschaffen. In Glas und Mosaik erzählt sie von den Wurzeln, dem
Weg und den prägenden Haltungen der Franziskanerinnen von
Reute.
Das Fenster „Mut“ – das Ehinger
Fenster
Ein zentrales Werk ist das Glasfenster „Mut“ im Raum der
Gründerinnen. Es ist eines von fünf kunstverglasten Fenstern, das
für den Anfang der Gemeinschaft und damit für die fünf Frauen,
die 1848 in Ehingen den entscheidenden Schritt wagten, steht. Ohne
große finanzielle Mittel und ohne institutionelle Absicherung
begannen sie, sich um kranke und hilfsbedürftige Menschen zu
kümmern. Ihre Taten wurde zum Ausgangspunkt einer Geschichte, die
bis heute fortwirkt.
Zweite Säule: Das Original bleibt in
Ehingen
Das Fenster „Mut“ wird künftig im neuen „Ort der Stille“
auf dem Klosterberg Reute zu sehen sein. Der Ort wird nach der
Einweihung am 27. April 2027 dauerhaft öffentlich zugänglich
sein. Doch auch das von der Künstlerin Mahbuba Maqsoodi
geschaffene Original der Arbeit soll einen besonderen Platz
erhalten: Es soll nach Ehingen in das heutige Kulturamt im
Franziskanerkloster kommen – dorthin, wo die Geschichte der
Franziskanerinnen von Reute ihren Anfang nahm. Oberbürgermeister
Alexander Baumann übernimmt hierfür die Schirmherrschaft.