Im Mai beginnt wieder die Zeit, in der jährlich tausende von
Rehkitzen gesetzt werden. Ihr gepunktetes Fell, kombiniert mit
ihrem natürlichen Verhalten, sich ins Gras zu ducken, macht die
Kitze nahezu unsichtbar für Fressfeinde. Diese Strategie ist aber
leider nicht für den Landwirt und sein Mähwerk ausgelegt, denn
zugleich mit der Setzzeit der Jungtiere beginnt die Zeit des ersten
Schnitts. Nach Schätzungen des „Insitiuts für Deutsche
Wildtierstiftung“ werden jedes Jahr etwa 500.000 Wildtiere wie
beispielsweise Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter verstümmelt
oder getötet. Davon ca. 90.000 Kitze bei der Grünlandmahd. Da
längst nicht alle Tiere, die in die Messer eines Kreiselmähers
geraten, sofort tot sind, sondern zum Teil nur mehr oder weniger
schwer verletzt werden, handelt es sich beim Ausmähen unter
anderem um ein gravierendes Tierschutzproblem. Viele unserer
Landwirte kommen ihrer gesetzlichen Pflicht, den Jäger zu
informieren oder selbst Maßnahmen zur Kitzrettung zu ergreifen
lobenswert nach, dennoch sterben immer noch zu viele Kitze den
Mähtod. Gerät nun der Kadaver eines versehentlich vermähten
Kitzes ins Futter, gefährdet das zudem das Vieh – im Extremfall
bis zum Tod.
Zur effektiven Verbesserung der Suche von Rehkitzen in zur Mahd
anstehenden Feldern und zur Unterstützung der Landwirte möchten
wir Jäger der BJV Kreisgruppe Füssen e.V. eine Drohne mit
Wärmebildkamera anschaffen, mit der effizient große Flächen in
sehr kurzer Zeit nach Kitzen abgesucht werden können. Diese
können dank genauer GPS Daten gezielt aus den Flächen entfernt
und in Sicherheit gebracht werden.