Fast ein Jahr ist vergangen seit dem schrecklichen Überfall der
Hamas auf Israel und noch immer herrschen im gesamten Land
Unsicherheit und Krieg. Kinder und Jugendliche leiden besonders
unter dieser Situation.
Ein Teil der Kinder in Steinberg hat den Terror in Israel beim
Verwandtenbesuch unmittelbar erlebt oder kam bereits mit
traumatischen Erlebnissen aus der Ukraine und Russland ins
Internat, die durch die Ereignisse des 7. Oktober noch verstärkt
wurden. Alle haben Angehörige und Freunde verloren, sowohl
während des Überfalls als auch später. Die Kinder werden immer
wieder mit solchen Verlusten konfrontiert, beispielsweise durch die
Nachricht, dass einer der Betreuer in Steinberg, der für sie eine
enge Bezugsperson gewesen, als Reservist gefallen ist.
Damit die Kinder und Jugendlichen erschütternde Erfahrungen,
Unsicherheiten und Ängste kompensieren können, Resilienzen
aufbauen und das für ihre Entwicklung so wichtige Vertrauen in die
eigene Stärke und Handlungsfähigkeit zurückgewinnen, brauchen
sie unterschiedlichste Ergänzungsaktivitäten. Die Heranwachsenden
müssen in ihrer individuellen Situation abgeholt, mit ihren
Fähigkeiten und Interessen angesprochen werden. Steinberg plant
daher eine Reihe neu entwickelter Kurse im sportlichen,
naturbezogenen und künstlerischen Bereich: therapeutisches
Training mit Hunden, kreative Ausdrucksmöglichkeit bei der
Schmuckgestaltung und im sportlichen Bereich Martial
Arts-Kurse.
Möglich werden diese therapeutischen Angebote für die Kinder-
und Jugendlichen in Steinberg nur mit zusätzlicher
Unterstützung.