Der Friedhof hat als Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die
Toten einen besonderen Stellenwert im Judentum. Dies belegen auch
die hebräischen Namen des Friedhofs "Haus der Ewigkeit" oder "Haus
des Lebens", denn es ist nicht die letzte Herberge erloschenen
Lebens, sondern der "Gute Ort", an dem der Tod hinter der tiefen
Gemeinsamkeit mit den Toten verblasst.
Der Jüdische Friedhof Chemnitz steht seit 1985 aufgrund seiner
geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz, wodurch die
Jüdische Gemeinde verpflichtet ist, diesen und die Grabsteine zu
erhalten.
Über 500 Grabsteine konnten seit 2007 auf dem Jüdischen
Friedhof in Chemnitz dank ehrenamtlichem Engagement und
Unterstützung von Stadt, Land und Bürgern vor dem Verfall
gerettet und damit das Andenken an über 500 Familien erhalten
werden.
Im Gewanne G, einem der älteren Gräberfelder des Friedhofes,
sind weitere 39 Grabsteine stark gefährdet. Um diese erhalten zu
können, hat die Jüdische Gemeinde einen Förderantrag über rund
13.000 Euro bei der Denkmalbehörde gestellt. Um die beantragten
Fördermittel zu erhalten, muss die jüdische Gemeinde Eigenmittel
in Höhe von rund 6.000 Euro vorweisen. Diesen Eigenanteil möchten
wir aus den Spenden für unser Projekt auf "Viele schaffen mehr"
finanzieren.