Studien zufolge sind derzeit etwa zwei Prozent der Einwohner der
Stadt Geldern an Demenz erkrankt. Es kann jeden treffen, ob
persönlich oder in der Familie, bei Eltern oder Großeltern: Das
Erinnerungsvermögen und die Gedächtnisleistung nehmen ab, die
Orientierung fällt schwerer und nach und nach weicht das eigene
Verhalten unbemerkt immer stärker von früheren Mustern ab.
"Bei einer Demenz finden deutliche Abbauprozesse im Bereich
der intellektuellen Fähigkeiten statt. Auch die emotionale
Kontrolle, die Motivation und das Sozialverhalten sind in
unterschiedlicher Ausprägung beeinträchtigt. Die Zahl der
Erkrankten wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich
verdreifachen.
Hilfreich für diese meist älteren Patientinnen und Patienten,
die aufgrund ihrer Mehrfacherkrankungen häufig zwischen 12 und 14
Tagen für eine Behandlung im Krankenhaus bleiben müssen, sei ein
eng getakteter und strukturierter Tagesablauf mit unterschiedlichen
Unterstützungs- und Übungsangeboten der Pflege und
Physiotherapie. Natürlich immer mit dem ärztlichen Dienst
abgestimmt und geplant. Die Unterstützungsangebote für an einer
Demenz Erkrankte können aber noch viel weitreichendere Formen
annehmen. Auch im Krankenhaus: Raum für Bewegung, Tageslicht für
einen besseren Tag- und Nachtrhythmus, beruhigende Farben und
Pflanzen, sanft plätscherndes Wasser.
Genau hier wollen wir nun mit unserem Patientengarten ansetzen.
Ein solcher Entspannungs-, Bewegungs- und Therapiegarten kann auch
helfen, Medikamente zu vermeiden und das Weglaufen maximal
einzuschränken.