Für ein Kind mit erhöhtem Anaphylaxierisiko ist es wichtig,
dass neben ihm selbst, den Eltern, Familienangehörigen, sowohl die
Betreuungspersonen in der Schule als auch die MitschülerInnen
über die Erkrankung informiert sind. Die Zusammenarbeit zwischen
Eltern, Schule und MitschülerInnen ist entscheidend, um die
Sicherheit des Kindes mit Anaphylaxie zu gewährleisten. Es ist
wichtig, dass alle Beteiligten gut informiert sind und im Notfall
angemessen reagieren können.
Wer führt die Schulung durch?
Die Schulung wird von einem/einer AnaphylaxietrainerIn
durchgeführt und findet in Anwesenheit des/r Bezugspädagoge*In im
Klassenverband des betroffenen Kindes statt.
Zeitumfang:
90 Minuten
Voraussetzungen:
Das betroffene Kind hat eine ärztlich diagnostizierte
Nahrungsmittelallergie/Insektengiftallergie mit Anaphylaxierisiko
und ist mit einem „Medikamentenset mit Adrenalin-Autoinjektor“
ausgestattet.
Das betroffene Kind hat bereits an einer Anaphylaxieschulung nach
den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft Anaphylaxieschulung &
Education (AGATE e.V.) teilgenommen.
Das Kind und die Eltern wünschen sich eine Schulung im
Klassenverband.
Ziele der Schulung:
1. Verständnis und Sensibilität:
• Mitschülerinnen lernen, was eine Anaphylaxie ist.
• Sie sollten Verständnis für die Bedürfnisse ihrer/s
betroffenen MitschülerIn zeigen. Sie verstehen, dass Ihr/e
betroffene/r MitschülerIn bestimmte Nahrungsmittel nicht essen
(auch nicht kleinste Mengen) und dieses Nahrungsmittel nicht
annehmen darf.
2. Verhalten im Notfall:
• Mitschülerinnen sollten darüber informiert sein, wie sie im
Notfall Hilfe holen können.
3. Teilnahme an Aktivitäten:
• Mitschülerinnen lernen, wie sie ihre/n betroffene/n
Klassenkameradin unterstützen können, damit diese/r an allen
Schulaktivitäten teilnehmen kann.