Katzen vermehren sich und das oft und reichlich. Fazit: Es gibt
einfach zu viele davon. Der aktuelle Stand im Tierheim Linxbachhof
beträgt rund 120 Tiere beiderlei Geschlechts, aller Altersstufen
und mit unterschiedlichem Hintergrund, warum sie im Tierheim
sind.
Oftmals werden freilebende Katzen von Menschen gefüttert, für
medizinische Eingriffe wie auch für eine Katration wird aber nicht
gesorgt. Die Tiere vermehren sich ungehindert weiter.
Seit einigen Jahren gibt es die sogenannte
„Hotspot-Regelung“. Ein Hotspot ist eine größere Ansammlung
von Katzen an einer Örtlichkeit, ohne dass diese Tiere einen
Halter haben. Und genau für diese Tiere, die einem Hotspot
zugehörig sind, zahlt das Ministerium die Kastrationskosten. Nicht
mehr und nicht weniger.
In welch schlimmen Zustand viele der freilebenden Tiere sind,
für die niemand sorgt, ist jedoch erschütternd. Angefangen bei
Parasiten wie Flöhen und Milben, die die kleinen Körper befallen,
über Infektionen und schlechte Zähne bis hin zu Verletzungen, die
der Überlebenskampf draußen mit sich bringt, reicht die
Bandbreite der Beeinträchtigungen und Krankheiten. Immer wieder
sind einige in erbarmungswürdigem Zustand. Viele überleben die
ersten Lebenswochen- und Monate nicht. Ausgezehrt, dehydriert
und/oder chronisch krank, bieten sie einen erschreckenden
Anblick.
All diese Dinge bedürfen dringend der Behandlung. All diese
Kosten verbleiben bei unserem Tierschutzverein. All diese Katzen
werden im Linxbachhof gepflegt und liebevoll umsorgt. Darunter auch
viele Katzenkinder, die oftmals bereits in den ersten Lebenswochen
mit Katzenschnupfen kämpfen und lange behandelt werden
müssen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir jährlich für
200-300 Katzen Kastration, Kennzeichnung, Testungen, Entwurmung,
Flohmittel und alle anderen medizinischen Versorgungen wie
Diagnostik und Behandlungen bezahlen.