Die Schulleitung hat sich zusammen mit dem Elternbeirat und dem
Förderverein dem Thema Persönlichkeits- und Teamentwicklung bei
Kindern angenommen. Denn bei Kindern kann nicht davon ausgegangen
werden, dass Persönlichkeitszüge bereits voll entwickelt und
stabil sind. Hierbei geht es um verschiedene Verhaltensmuster, die
von einem situationsangemessenen („normalen“) Verhalten
abweichen. Sie sind durch relativ starre Reaktionen und
Verhaltensformen gekennzeichnet, vor allem in Situationen, die für
das Kind konflikthaft sind. Die persönliche und soziale Funktions-
und Leistungsfähigkeit des Kindes wird dadurch
beeinträchtigt.
Des Weiteren kann die aus dem Zirkuspädagogischen Programm
gewonnene Motivation in die Bereiche des Schulalltags übertragen
werden. Auch verschiedene während des Projektes erfahrene Gefühle
und Stimmungen (wie z. B. Freude, Frustration, Angst, Spaß, Mut,
Lampenfieber, Neid, Glück) können in bestimmten
Unterrichtssituationen wieder auftauchen und mit Hilfe der
Erfahrungen aus dem Zirkusprojekt angesprochen und ggf. verarbeitet
werden. Im Umkehrschluss könnten die Kinder und Lehrer daraus
einen „Ideenpool“ entstehen lassen, um Gefühle, Stimmungen,
Emotionen und Gedanken in kulturellen Formen zu manifestieren und
dadurch Situationen zum Erlernen von Teilnahme am
gesellschaftlichen Leben zu er-schaffen. Dadurch wird die
Beziehungsfähigkeit gestärkt, die Eigenverantwortlichkeit der
Schüler unterstützt und damit ein wichtiger Beitrag zum
Selbstwert geleistet.
Wir sind uns bewusst, dass mit diesem Zirkuspädagogischen
Programm nicht gewährleistet werden kann, dass die Kinder nun
starke teamfähige Persönlichkeiten sind. Das Programm kann
allenfalls eine Stärkung und Sensibilisierung der Kinder bewirken.
Persönlichkeits- und Teamentwicklung kann sich nicht in einer
Zirkusaufführung erschöpfen. Sinnvolle und wirk-same
Persönlichkeits- und Teamentwicklung muss immer auch eine
veränderte Erziehungshaltung und einen veränderten Umgang mit den
Kindern bedeuten.