Wir möchten ein besonderes Effektregister, den sog.
„Zimbelstern” unserer Kirchenorgel austauschen. Der jetzige
Zimbelstern der Oberlinger-Orgel in der Ev. Stadtkirche,
angetrieben von einem Schallplattenmotor, wirkt störend auf die
moderne Technik der Orgel und soll ersetzt werden. Die Steuerung
der drei Tremulanten (sie erzeugen eine angenehme Schwebung der
Orgeltöne) muss ebenfalls ausgetauscht werden, da sie die gleichen
Störungen verursachen.
Ganz klar ist der Zimbelstern ein, heute würde man sagen
„Gadget”, eine technische Spielerei also und somit nicht
unverzichtbar. Allerdings ist er so bezaubernd und setzt im
Orgelspiel ganz besondere Akzente. Die Mechanik sitzt meist
verborgen im Orgelgehäuse und besteht aus einer kleinen Anzahl von
Glöckchen, Schalenglocken oder Klangstäben, den sogenannten
Zimbeln, die mit einem einzigen Registerzug gemeinsam in Gang
gesetzt werden. Seinen Namen hat er vom Stern, der bei vielen
Orgeln (jedoch nicht bei unserer Orgel) außen angebracht ist und
sich dreht, wenn die Glöckchen, bzw. Zimbeln erklingen. Bei den
herkömmlichen Zimbelsternen handelt es sich um eine
Holzkonstruktion mit einer rotierenden Achse, die entweder
traditionell durch einen Luftstrom angetrieben wird, der aus der
Windlade abgeleitet ist, oder durch einen kleinen Elektromotor. Die
Zimbeln selbst sind häufig aus Bronze gefertigt, teilweise auch
aus Messing bzw. anderen Metallen.