Kinder gestalten ihren Unterstufenschulhof
selbst
Nach dem Abbau des alten Spielhauses entstand auf unserem
Unterstufenschulhof ein leerer Raum – doch wir sehen darin eine
Chance: Die Kinder sollen erleben, dass sie ihren Lebensraum selbst
gestalten können.
Im Rahmen der Bauepoche der 3. Klasse planen und bauen die
Schüler:innen gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachleuten
aus dem Spielgerätebau ein neues Spielhaus – diesmal vielleicht
eines mit Balkon, Dach und Hängebrücke? Wir werden sehen, welche
Ideen die Kinder dieses Mal einbringen! So wächst das sogenannte
„Unterstufendorf“, das über mehrere Jahre hinweg durch die
nachfolgenden 3. Klassen ergänzt wird.
Die Idee stammt aus der Waldorfpädagogik: In der 3. Klasse
lernen die Kinder mit Kopf, Herz und Hand. Sie entdecken, dass sie
die Welt gestalten können – nicht theoretisch, sondern ganz
praktisch. Aus Zeichnungen und Modellen entsteht ein echtes
Bauwerk, an dem viele Hände beteiligt sind.
Das Spielhaus 2026 wird das zweite Bauwerk im Unterstufendorf.
Es schließt an das Spielhaus „Mikado“ an, das 2025 entstanden
ist. Bisher vorgeschlagen ist ein Haus aus Robinien- und
Eichenholz, mit Dach, Boden, Geländer und einer kleinen
Hängebrücke. Das Holz stammt – soweit möglich – aus
regionaler Herkunft. Ergänzend entstehen neue Pflanzbereiche mit
Sträuchern und heimischen Stauden.
Die Kinder sind dabei nicht Zuschauende, sondern Gestaltende:
sie geben Ideen für die Planung, schleifen, feilen, bohren,
schrauben, tragen Holz, helfen beim Aufbau und erleben, wie aus
Einzelteilen etwas Ganzes wird. Eltern unterstützen als
Baubegleiter:innen, übernehmen Aufsicht und bringen ihr Wissen und
ihre Zeit ein. So entsteht ein echtes Gemeinschaftsprojekt –
generationenübergreifend, sinnstiftend und konkret erlebbar.
Begleitet wird die Bauepoche von Fachleuten, die Erfahrung in
handwerklich-pädagogischen Projekten haben und alle
sicherheitsrelevanten Schritte übernehmen. Das fertige Spielhaus
wird nach DIN 79161-2 abgenommen und entspricht den
Sicherheitsstandards öffentlicher Spielplätze.
Das Projekt verbindet viele Ziele:
• Bildung und Selbstwirksamkeit – Kinder erfahren, dass sie
etwas Bleibendes erschaffen können.
• Gemeinschaft – Eltern, Lehrer:innen und Kinder wirken Hand in
Hand.
• Nachhaltigkeit – Verwendung regionaler, langlebiger
Materialien.
• Freude und Bewegung – ein lebendiger Ort, der zum Spielen und
Entdecken einlädt.
Die Gesamtkosten betragen rund 17 000 €. Einen Teil übernimmt
die Schule, doch für Material, Fachbegleitung und Abnahme
benötigen wir 10.000 € an Spenden.
Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie den Kindern nicht nur ein
neues Spielhaus, sondern eine Erfahrung fürs Leben – die
Erfahrung, dass gemeinsames Tun die Welt verändern kann.