Der Schulhof der Grundschule Marxheim ist aktuell nahezu
vollständig versiegelt (ca. 1.500 m² Asphaltfläche) und bietet
den Kindern nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Spielen, Lernen
und Verweilen. Es fehlen Spiel- und Bewegungsangebote,
Rückzugsorte sowie schattige Aufenthaltsbereiche. An heißen Tagen
entstehen Hitzeinseln, ein Lernen oder Aufenthalt im Freien ist
dann kaum möglich. Zudem gibt es keinen klar definierten
Fußballbereich, was aktuell zu Sicherheitsrisiken im Pausenbetrieb
führt.
Ziel des Projekts ist es, den Schulhof schrittweise in einen
kindgerechten, naturnahen und klimafreundlichen Lern- und
Lebensraum weiterzuentwickeln. Der Schulhof soll künftig nicht nur
Pausenfläche sein, sondern als multifunktionaler Raum für Spiel,
Lernen, Bewegung und Erholung genutzt werden können.
Im Fokus der ersten Umsetzungsphase stehen zwei realistische und
wirkungsvolle Maßnahmen. Zentrales Element ist die Schaffung eines
sogenannten „Grünen Klassenzimmers“. Dieses soll als
strukturierter Lern- und Rückzugsraum mit atriumähnlichem
Charakter entstehen und sowohl für Unterricht im Freien als auch
als ruhiger Aufenthalts- und Veranstaltungsort genutzt werden
können. Gerade an heißen Tagen bietet dieser Bereich einen
wichtigen, schattigen Aufenthaltsort für die Kinder.
Ergänzend ist eine gezielte Begrünung des Schulhofs
vorgesehen. Durch klimaresiliente Pflanzen, Strukturelemente und
– wo möglich – Teilentsiegelung sollen Aufenthaltsqualität
und Mikroklima verbessert werden. Langfristig soll so eine
Grundlage für Regenwassermanagement, Verschattung und eine
angenehmere Nutzung der Flächen geschaffen werden.
Ein weiterer Baustein ist die Schaffung sicherer Spiel- und
Bewegungsmöglichkeiten, beispielsweise durch ein Kletter- oder
Spielgerät in Kombination mit Begrünung. Dabei wird bewusst auf
isolierte Maßnahmen ohne Wirkung auf das Mikroklima verzichtet.
Ziel ist eine sinnvolle Verknüpfung von Bewegung, Sicherheit und
Aufenthaltsqualität.
Das Projekt setzt in hohem Maß auf die Eigeninitiative der
Eltern und das Engagement aus der Schulgemeinschaft. Um die
Maßnahmen möglichst kostengünstig umzusetzen, sollen – wo
fachlich vertretbar – Arbeiten in Eigenleistung erfolgen. Dadurch
können die verfügbaren Mittel gezielt für Materialien, Pflanzen
und notwendige Fachleistungen eingesetzt werden.
Das Projekt wird von einer lokalen Elterninitiative getragen und
in Abstimmung mit Schule und Gemeinde umgesetzt. Durch
gemeinschaftliches Engagement sollen dennoch spürbare
Verbesserungen für die Kinder erreicht werden.