Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens,
Schloß Freudenberg, eröffnet einen „Denkraum“ unter dem
Schloßdach. Zentrales Instrument zur freien Raumgestaltung ist das
documenta14-Kunstwerk POLEMOS (Athen/Kassel 2017) des griechischen
Künstlers Andreas Angelidakis.
POLEMOS steht in der griechischen Mythologie für einen Dämon,
die göttliche Verkörperung von Streit und Krieg. In POLEMOS
verband Angelidakis die Idee der Demokratie mit der aktuellen
Europafrage, gab in Form von 136 einzelnen Bauteilen einem
Leopard-Panzer in Originalgröße Gestalt.
In unserem Denkraum kann jedes Modul kann zu Stuhl, Bank,
Bühne, Tisch, Trennwand, Empore, … werden – alles ist
möglich. Der Prozess beginnt mit der Frage: Welchen Raum brauche
Ich für die Frage, die ich mitbringe? Wandelt sich die Frage, kann
sich auch der Raum, das ‚Wie‘ im Zusammensein wandeln.
Eine Gemeinschaft zeigt sich im gemeinsamen Erschaffen.
Begegnungen werden provoziert.
These: Es treffen immer mindestens zwei Vorstellungen, zwei
Perspektiven aufeinander. Jede Stellung, jedes Hingestellte und
Aufgestellte beeinflusst unsere Haltung, unsere Perspektive, unsere
Position. Was wir auch tun, es braucht die Qualität der
Gestaltung. Die Kunst ist der Maßstab.