Der Matschtisch mit seiner Pumpe fördert den Aufbau von vielen
Kompetenzen bei den Kindern.
Ganz von selbst entwickeln die Kinder beim Spielen wahre
Teamqualitäten: Sie sprechen sich ab, wer welche Aufgabe hat und
wechseln sich ab, wenn etwas zu anstrengend wird. Pumpen
funktioniert sogar prima, wenn man zu zweit den Schwengel
herunterdrückt und es entwickeln sich Spezialist_innen für das
Bauen von Burgen, Dämmen, Gräben, Stauseen und Flussläufen mit
Gefälle – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die Erkenntnisse aus der Wissenschaft zeigen: Kinder müssen
matschen können, um sich selbst besser wahrzunehmen und zu
organisieren. Die Grob- und Feinmotorik werden stark angeregt:
Löcher buddeln, den Pumpenschwengel bedienen, modellieren,
drücken und zerteilen, rollen. Ebenso werden sensorische
Fähigkeiten gefördert wie das Riechen und Ertasten. Durch das
Greifen und modellieren bilden sich Denkmuster, die später nötig
sind, um auch abstrakte Ideen zu verstehen. Beim Formen und Bauen
werden Fantasie und Kreativität angeregt, die Wahrnehmung
geschult. Es gibt kein richtig oder falsch. Die räumliche
Vorstellungkraft wird beim Modellieren ganz nebenbei geschult. Und
auch die sprachliche Kompetenzentwicklung wird unterstützt, indem
die Kinder sich im Spiel miteinander absprechen.
Beim Matschen sind alle Sinne im Einsatz. Diese Erfahrungen
können Kinder heute in ihrer Umwelt aber leider immer weniger
machen. Sie sind aber grundlegend für die gesamte Entwicklung
eines Kindes.