Das Projekt „Grünes Klassenzimmer“ der
Erich-Kästner-Grundschule Dingelstädt verfolgt das Ziel, den
Schulalltag um einen naturnahen Lernort zu erweitern und die
Bildungsqualität nachhaltig zu verbessern. Im Fokus steht die
Weiterentwicklung des Unterrichts durch die bewusste Einbindung von
Natur, Bewegung und praktischen Erfahrungen.
Ein zentrales Anliegen ist es, alternative Lernformen zu
ermöglichen, die über den klassischen Klassenraum hinausgehen. Im
Grünen Klassenzimmer werden mehrere Sinne angesprochen, wodurch
nachhaltige Lernerfahrungen entstehen. Kinder können Inhalte nicht
nur aufnehmen, sondern aktiv erleben und anwenden. Dies
unterstützt unterschiedliche Lerntypen und fördert das
Verständnis komplexer Zusammenhänge.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von
Konzentration, Motivation und sozialem Miteinander. Lernen im
Freien, Bewegung und eine entspannte Atmosphäre wirken sich
positiv auf das Lernverhalten aus. Gleichzeitig entstehen
Möglichkeiten für kooperative Lernformen, die Teamfähigkeit,
Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationskompetenz stärken.
Darüber hinaus soll die Umweltbildung fest im Schulalltag
verankert werden. Schülerinnen und Schüler entwickeln ein
Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und lernen,
Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Praktische
Erfahrungen, etwa beim Beobachten von Pflanzen und Tieren, machen
Wissen greifbar und fördern Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und
Artenvielfalt.
Auch die emotionale und persönliche Entwicklung der Kinder wird
gestärkt. Die naturnahe Umgebung bietet Ausgleich zum
strukturierten Schulalltag und Raum für Kreativität, Entdeckung
und individuelles Lernen. Kinder können sich freier entfalten und
Selbstwirksamkeit erleben, was ihr Selbstbewusstsein stärkt.
Zielgruppe sind vor allem die Schülerinnen und Schüler der
Grundschule im Alter von sechs bis zehn Jahren. In dieser
Lebensphase sind anschauliches Lernen, Bewegung und unmittelbare
Erfahrungen besonders wichtig.
Auch Lehrkräfte profitieren, da sie ihren Unterricht
abwechslungsreicher gestalten und besser auf individuelle
Bedürfnisse eingehen können. Indirekt richtet sich das Projekt an
die gesamte Schulgemeinschaft, insbesondere an Eltern, und stärkt
das Schulklima sowie die Identifikation mit der Schule.